Wandern auf dem Westweg 3.Etappe: Forbach - Hornisgrinde

Holzbrücke in Forbach
Holzbrücke in Forbach

Überblick

In steilem Anstieg müssen wie heute die Meter, die wir gestern bergab gelaufen sind, wieder bergauf zur Schwarzenbachtalsperre, dem Oberbecken des Murgtal-Speicherwerks, erklimmen. Nach der ersten Anstrengung folgt der zweite Anstieg, diesmal härter, auf den Seekopf oberhalb des Herrenwieser Karsees. Durch eine von Waldzerstörung gezeichnete Mondlandschaft geht es zum Aussichtsturm auf der Badener Höhe, anschließend gemütliche Rast im Naturfreundehaus Badener Höhe. Schließlich die Schwarzwald-Hochstraße mit den Skizentren am Hundseck und Unterstmatt, letzter Anstieg zum Wanderheim Ochsenstall unterhalb der Hornigrinde.

Die Fotos können auch als Flash-Show betrachtet werden.

Ausführliche Tourenbeschreibung
Westweg 3.Etappe Forbach-Hornisgrinde.pd
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Start/Ziel:    Forbach/ Wanderheim Ochsenstall

Wanderzeit:   6- 7 Stunden

Länge: 20 km

Wegebeschaffenheit:   überwiegend Forstwege

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Nützliche Informationen und Hinweise

 

Touristische Informationen zu Forbach hier

 

Kartenmaterial

Freizeitkarte Nr. 501 Baden-Baden, 1:50.000, Landesvermessungsamt Baden-Württtemberg.
Westweg Schwarzwald Wanderkarte (Leporello) Verlag Publicpress Geseke (ISBN 978-3-89920-395-0) 1:50 000 (umfasst die gesamte Strecke von Pforzheim bis Basel; zu beziehen auch über Schwarzwald-Tourismus GmbH, Ludwigstraße 23, 79104 Freiburg, Tel.: +49 761 29662271 Fax: +49 761 2962270)

Anreise:

Mit dem Auto:
Forbach liegt an der B462 Rastatt - Freudenstadt.

Mit Bus und Bahn:
Haltepunkt der Stadtbahnstrecke Karlsruhe-Rastatt-Freudenstadt (S41 und S31); Bus KVV 263 Bühl-Forbach.
Zur persönlichen Reiseplanung siehe

 

 

Unterkunft:

 

Ski-und Wanderheim Ochsenstall, Hundsrücken 1, 77815 Bühl-Unterstmatt, Tel.: +49 7226 920911, Fax: +49 7226 920912, dienstags Ruhetag.

Berggasthof Hochkopfstub, Raue Halde 6, 77815 Bühl-Unterstmatt, Tel.:+49 7226 289, Fax: +49 7226 289, E-Mail: info@hochkopf.de, montags Ruhetag.

Gasthaus Große Tanne, Schwarzwaldhochsraße, 77815 Bühl-Unterstmatt, Tel.: +49 7226 254 kein Ruhetag.

Der Westweg, Gastgeberverzeichnis von Pforzheim bis Basel ( Hrsg. Schwarzwald Tourismus GmbH 2007 , Ludwigstraße 23, 79104 Freiburg, Tel.: +49 761 29662271 Fax: +49 761 2962270) E-Mail: mail@schwarzwald-tourismus.info)

Einkehr / Verpflegung:

 

Naturfreundehaus Badener Höhe, Schwarzwaldhochstraße, 77815 Bühl , Tel.: +49 7226 238, montags Ruhetag, direkt am Westweg.

Höhengaststätte Hundseck, Schwarzwaldhochstraße, 77815 Bühl, Tel.: +49 7226 253, Fax:

+49 7226 1353, E-Mail: info@schwarzwald-hundseck.de.

Unterwegs besteht keine Verpflegungsmöglichkeit; mit ausreichenden Trinkwasservorräten versorgen.

Sonstiges:

 

Sofern Witterung und Schneeverhältnisse es zulassen, ist diese Wanderung auch im Winter möglich.

Ausführliche Tourenbechreibung

700 Meter bergauf - erste Etappe

Der Westweg verlässt Forbach auf einer gepflasterten Straße nach Westen, bald biegen wir nach links in die steil aufwärts führende Marienstraße ein, auf der wir die Marienkapelle erreichen. Hier wenden wir uns nach halb rechts, links führt ein Wanderweg zum Naturfreundehaus Holderbronn und nach Schönmünzach. Es geht steil aufwärts, wir treffen auf einen Forstweg, den wir überqueren, beim nächsten Forstweg folgen wir diesem nach rechts, um nach dem Talschluss links auf einem Serpentinenweg aufwärts bis zur Wegspinne Wegscheid zu laufen. Hier folgen wir dem breiten Forstweg nach links, der uns nun gemächlich abwärts durch Wald mit prächtigen Buchen, Kiefern und Tannen zur Schwarzenbachtalsperre geleitet. Es ist ein schönes Bild, wie das Wasser in der Sonne glitzert.

700 Meter bergauf - zweite Etappe

Wir wandern am See entlang bis zur Einmündung des Seebaches, den wir auf einer Brücke überqueren, um dann sofort nach rechts in das Tal abzubiegen. Am Seebachhof vorbei zieht der Forstweg bergan. Nach zwei Kilometern verlassen wir den Talweg nach links und steigen auf einem steilen und äußerst steinigen Pfad bergauf zum Herrenwieser See, einem Karsee mit einem dichten Schilfgürtel. Nach links zieht ein Weg zu einer Rasthütte, wir halten uns rechts und steigen nun weiterhin steil auf einem Serpentinenpfad aufwärts. Zwei Mal berühren wir Forstwege, die wir unbeachtet lassen, unser Pfad geht im Zickzack hoch. Schließlich treffen wir auf den Zweiseen-Blick. Von hier oben können wir den Herrenwieser See  erblicken. Auf einer Bank machen wir eine Verschnaufpause, bevor wir die letzten Höhenmeter bis zum Seekopf bezwingen. Die 1.000-Meter sind zum ersten Mal auf unserer Wanderung erreicht. Vorbei am Philipp-Bussemer Stein, der an den Schöpfer des Westwegs erinnert, laufen wir auf schmalem Pfad durch eine eher skandinavisch anmutende Landschaft mit Heidekraut, Heidelbeeren, Krüppelkiefern, Ebereschen , Birken und umgestürzten Bäumen.

Im Anstieg zur Badener Höhe mit dem Großherzog-Friedrich-Turm durchqueren wir eine ausgedehnte Fläche mit gespenstisch wirkenden Baumleichen, die der Sturm Lothar hier hinterlassen hat. Weit schweift der Blick vom Turm über die Berge des Nordschwarzwaldes. Im Süden sehen wir den Gipfel der Hornisgrinde mit Fernsehturm und Windrädern, im Westen die Rheinebene im Dunst.

Wir verlassen den Gipfel auf einem Waldweg nach links, der im Bogen auf einen von rechts kommenden Waldweg trifft, dem wir nach links recht steil abwärts zum Herrenwieser Sattel folgen. An dieser beeindruckenden Kreuzung von Forstwegen biegen wir nach links in den leicht abwärts führenden Weg ein, den wir nach wenigen Metern auf einen halb rechts abbiegenden Waldpfad verlassen. Die Freude über das angenehme Laufen währt nur kurz, bald haben wir wieder den Forstweg unter den Füßen, auf dem wir zum Naturfreundehaus Badener Höhe gelangen. Rechts am Hang gelegen lädt das freundliche Haus mit seiner Südterrasse zu einer größeren Rast ein. 

An der Schwarzwaldhochstraße

 Wir setzen die Wanderung auf dem Forstweg fort, auf dem wir schließlich am Sand auf die Schwarzwaldhochstraße B500 treffen, die wir schon von weitem an ihrem Motorenlärm erkannt haben. Wir bewegen uns durch eine Landschaft, die vor allem für die Zwecke des Wintersports hergerichtet ist: Abfahrtspisten und Langlaufloipen locken im Winter Tausende von Städtern aus der Rheinebene an, die dann für ihre Autos ausreichende Parkflächen vorfinden.

 Am Sand setzt sich der Wanderweg auf einer breiten Forststraße, die offensichtlich auch als Parkplatz im Winter dienen kann, nach links parallel zur Bundesstraße fort. Auf ihr wandern wir unterhalb des Mehliskopfes leicht ansteigend bis zum nächsten Sattel, dem Hundseck, wieder mit Lift , Parkplatz sowie Imbissstube. Wir sind froh, dass unser Weg für die nächste Teilstrecke das Reich der Motoren verlässt. Der Schwarzwaldverein hat einen vorbildlichen Weg markiert, der uns durch Wald hindurch, fern der Bundesstraße, auf die Höhe des Hochkopfes bringt. Der Wegeverlauf verlangt einige Aufmerksamkeit, die Markierung mit der roten Raute ist aber ausreichend.

Auf dem Gipfelplateau finden wir eine fast baumfreie moorige Hochfläche, auf der wir auf schmalem Pfad nach Süden wandern. Schon ahnen wir unter uns den nächsten Sattel, Unterstmatt. Gegenüber erhebt sich mächtig die Hornisgrinde. Wir laufen recht abwärts bis zum Waldrand, wo wir in einen Karrenweg nach rechts einbiegen, der steil bergab zur Unterstmatt führt, wieder Skilift und Parkplatz. Hier könnten wir im Gasthof Hochkopfstube übernachten, wenn das Wanderheim Ochsenstall belegt ist. Für eine letzte Stärkung vor dem Anstieg zum Ochsenstall reicht die Zeit noch.

Um zum Etappenziel zu gelangen, verlassen wir Unterstmatt am ehemaligen Kurheim vorbei auf einem Sträßchen nach SE, das wir nach etwa 500 Metern nach rechts verlassen. Wir wandern auf einem ausgezeichneten Pfad durch den Tannen- und Buchenwald, treffen im Talschluss auf eine mit Betonstufen ausgestattete Steilstrecke, auf der wir uns etwas müde hochbewegen. Oben treffen wir auf einen Waldweg, dem wir nach links folgen bis zu einer von rechts kommenden  Fahrstraße, auf der wir das
Ski- und Wanderheim Ochsenstall erreichen. An das ursprünglich als Unterstand für Holzrückochsen erbaute Gebäude erinnert nichts mehr, wir finden Essen, Trinken und ein warmes Bett.