Wandern auf dem Querweg Lahr - Rottweil 1. Etappe Lahr - Biederbach-Höhenhäuser

Lahr - Höhenhäuser gps track
Lahr-Rottweil 1.gpx
GPS eXchange Datei [23.5 KB]
Download

Start: Lahr Busknotenpunkt "Schlüssel"

Ziel: Biederbach-Höhehäuser, Gasthof zum Kreuz

Wanderzeit: 6 - 7 Stunden

Weglänge:  22 km

Wegebeschaffenheit: überwiegend Forst- und Feldwege


Lahr - Höhehäuser auf einer größeren Karte anzeigen

Nützliche Informationen und Hinweise

Touristeninformation Lahr/Schwarzwald, KulTourBüro Lahr, Altes Rathaus, Kaiserstraße 1, 77933 Lahr, Tel. +49 7821 950210, Fax: +49 7821 950212, E-Mail: kultour@lahr.de, Öffnungszeiten: Die.-Fr. 10.00 bis 16.30 Uhr, Sa. 10 bis 13 Uhr, So. und Mo. geschlossen. Touristeninformation Biederbach, Elztal & Simonswäldertal, Tourismus GmbH & Co.KG, Im Bahnhof Bleibach, 79261 Gutach im Breisgau, Tel.: +49 7685 19433, Fax: +49 7685 9088989, E-Mail: info@zweitaelerland.de.

Kartenmaterial:Freizeitkarte Nr. 503, Offenburg, 1:50.000, Landesvermesssungsamt Baden-Württemberg.

Anreise:

Mit dem Auto: Lahr liegt an der B3 / B415 Lahr-Biberach, A5 (E35) Karlsruhe-Basel, Ausfahrt Lahr.

Mit Bahn und Bus: Lahr ist Haltepunkt für die Regionalbahn- und Regionalexpress-Züge (RB bzw. RE) an der Strecke Freiburg - Karlsruhe (Kursbuchstrecke KBS 702), vom Bahnhof dann mit dem Bus bis zum Busbahnhof Schüssel; dort Beginn des markierten Wanderwegs.

Unterkunft:

Gasthof Zum Kreuz, Höhenhäuser 2, 79215 Biederbach, Tel.: +49 7826 215 Fax: +49 7826 1598, RT Mo und Di

Einkehr / Verpflegung:

Vesperstube Sodhof, Michelbrunn 4, 77978 Schuttertal, Tel.: +49 7823 2356, Fax: +49 7823 960793, Ruhetag: Dienstag.

Einkaufsmöglichkeiten in Seelbach.

Sonstiges:Sofern Witterung und Schneeverhältnisse es zulassen, ist diese Wanderung auch im Winter möglich.

Ausführliche Tourenbeschreibung

Grünanlagen, Jogger und Nordic Walker

 

Unsere Wanderung quer über den Schwarzwald nach St. Georgen beginnt in Lahr am Busknotenpunkt „Schlüssel", zu dem wir mit einem Stadtbus vom Bahnhof gelangt sind.

 

Wir orientieren uns, finden die Informationstafel des Schwarzwaldvereins, auf dem unser Querweg Lahr - Rottweil aufgeführt ist, und erfahren, dass die Gesamtstrecke 92 km beträgt, immer mit der Wegmarkierung: rot-blaue Raute auf gelbem Feld. Wir werden nur bis St.Georgen wandern, die Reststrecke durch die offene Gäulandschaft bis Rottweil sparen wir uns.

 

Wir gehen durch den Klostermattenweg in eine Grünanlage, Ausgangshöhe 171 m, nach Sodhof, dem Mittagsziel ,11 km. Immer am Flüsschen Schutter entlang, gemeinsam mit vielen Joggern und Nordic Walkern, wandern wir das Tal hinauf, vorbei am Herzzentrum Lahr, einem futuristischen Bau, vorbei am Schenkenbrunnen - drei Kinder starben 1903 in den Hochwasserfluten der Schutter - ; später kommen wir zum Hochwasser-Rückhaltebecken bei Kuhbach, mit dem die Hochwasser des Rheins (und der Schutter) gebändigt werden sollen. Auf der aufwendigen Informationstafel auf der Dammkrone lesen wir, dass es viele natürliche Ursachen für Hochwasser gibt - kein Wort über die von Menschen verursachte Häufung von Hochwasssern (Bodenversiegelung).

 

Hinter dem Damm entfernt sich der Wanderweg von der Schutter und strebt dem Waldrand zu, wo wir an einem schönen Kruzifix an den Tod von Emma 1948 erinnert werden, die hier im zarten Alter von 20 Jahren verunglückt ist. Wir biegen wir nach links in den Schindelweg ein, der uns leicht ansteigend durch den Wald führt. Nach 800 m biegen wir nicht halblinks ab, sondern steigen, uns rechts haltend, weiter bergauf. Links sehen wir das Dorf Reichenbach und im Hintergrund die Ruine der Burg Geroldseck, ehemals Sitz der Grafen von Geroldseck, die vom 11. bis 17.Jahrundert das Land zwischen Ettenheim, Offenburg und dem Kinzigtal beherrschten.

 

 

Wir treten aus dem Wald und steuern auf den Schindelhof zu, hinter dem wir scharf nach rechts auf ein Teersträßchen einbiegen - bis zum nächsten Haus auf der linken Straßenseite, der Vesperstube Schindelhof, an der wir links vorbei auf einen Waldweg einbiegen. Beim Wegpunkt Schmidsberg müssen wir nach rechts und sofort wieder nach links auf einen Bergpfad abbiegen. Wir treffen auf den nächsten Forstweg, das gleiche Manöver noch einmal - rechts und wieder links - wieder einen Pfad aufwärts, bis wir schließlich auf einen breiten Forstweg stoßen, auf dem wir nach links weiterwandern. Hoch über dem Schuttertal laufen wir durch einen prächtigen Buchenwald, am Wegpunkt Steingraben gehen wir auf dem Jägerweg geradeaus weiter. Am Waldrand treffen wir auf die Konradskapelle, die malerisch über dem Ort Seelbach thront. Viele Votivtafeln im Innern mit Danksagungen für diverse Hilfestellungen des Heiligen Konrad von Parzam bezeugen die tiefe Gläubigkeit der Menschen, die hier leben.

 

Auf einem schmalen Pfad geht es in den Wald, vorbei an Schrebergärten und Wochenendhäusern, rechts der Lauenbrunnen von 1932, eine imponierende Anlage aus Sandstein gearbeitet. Wir kommen in den Marktflecken Seelbach hinein, überschreiten die Schutter, passieren eine Seniorenresidenz , überqueren den Minigolfplatz (mit Kiosk), steigen die Stufen zum Rathaus und Marktplatz hinauf und wenden ins Richtung Kirche.

 

Aufstieg zum Sodhof - langsam beginnt der Schwarzwald

 

Hinter der Kirche verlassen wir die Straße und laufen nach links steil ein Sträßchen bergauf, das bald in einen Wiesenweg übergeht. Nun geht es ruppig bergauf, der Weg ist kaum zu erkennen, wir halten uns an den Waldrand. Zum Glück wartet unterwegs unter einer Eiche mit Heiligenbild eine Ruhebank, auf der ein notwendiger Zwischenhalt eingelegt wird.

 

Wir kommen schließlich auf einen Forstweg, dem wir nach links, nun fast eben , folgen. Bei einer Wegegabelung nehmen wir den linken Waldweg, der steil durch den Buchenwald mit mächtigen Ilexbüschen im Unterholz aufsteigt. Am Wegpunkt „Oberer Salmen" haben wir den Anstieg geschafft, auf einem breiten Forstweg gehen wir nach rechts weiter., noch 1,6 km bis zum Sodhof. Wo wir auf eine Lichtung treten, geht es nach links in sanftem Bogen durch ein Meer von Brombeerranken bergauf. Der Aufstieg verzögert sich, am Ende des „Brombeerhangs" sind unsere Hände rot vom Brombeersaft, die Münder leicht verschmiert und der Bauch voll mit den süßen Beeren.

 

 Am Ende des Brombeerhangs wandern wir auf einem breiten Forstweg nach links, am Hang des Kallenwaldes entlang. Auf der Höhe stoßen wir auf eine Wegegabelung, die wir geradeaus in den Wald hinein überqueren; nach wenigen Metern finden wir eine neue Wegmarkierung: die rote Raute mit weißem K des Kandelhöhenwegs Freiburg - Oberkirch, der bis Höhenhäuser, unserem Tagesziel, den gleichen Verlauf hat. Wir biegen nach rechts ein, noch 200 m bis zum Sodhof. An einer Weggabel könnten wir nach rechts auf einem Fahrweg zum Sodhof gelangen, unser Wanderweg macht noch einen Schlenker nach links über die Anhöhe, von der wir unter uns den Sodhof mit seiner mächtigen Kastanie sehen, unter der wir bald sitzen werden. Die Mittagsrast mit den notwendigen Beilagen (flüssig und fest) rüstet uns für den zweiten Teil des Weges.

 

Schanzen, Kruzifixe und schweißtreibender Anstieg

 

Auf dem Neuneichenweg setzen wir unsere Wanderung Richtung Kambacher Eck fort. Auf einem breiten Forstweg, immer auf dem Kamm zwischen Michelbronn und Prinzbach bleibend, gelangeh wir schließlich an einer Wegspinne, an der wir geradeaus auf einem eher beschwerlichen Wurzelweg auf die Höhe „Auf der Schanze" aufsteigen. Auf dem Gipfel - 571 m - können wir noch Reste der Schanze mit Wall und Graben im Wald erkennen. Es wird nicht die einzige Schanze auf unserem Weg nach Hornberg sein ...

 

So steil wie es hinaufging, geht es auch wieder abwärts, wo wir auf eine geschotterte Straße treffen, die von Steinach im Kinzigtal ins Schuttertal hinüber führt. Am Nockenkreuzplatz finden wir eine Rasthütte, die wir nutzen. Weiter geht es um den Katzenstein herum, über das Heidenbauerneck, schließlich nach links absteigend auf eine Fahrstraße, der wir nach rechts wieder bergauf folgen. Wir gelangen zum Kreuzplatz, wo wir ein Kruzifix von 1773 bewundern können- Höhe 445 m. Nun beginnt der Aufstieg, der erst beim Etappenziel Gasthaus Zum Kreuz in Höhenhäuser - 665 m - enden wird.

 

Auf einem Schotterweg überqueren wir den Sattel, biegen halb links in den Wald ein. Bald erreichen wir eine große Wiese, an deren Rand der Weg in großem Bogen ansteigt. Am Waldrand erneut angelangt ,müssen wir diesen schönen Weg nach rechts auf einen steilen Waldpfad verlassen, über den wir auf den Himmelsberg gelangen. Kurz geht es abwärts zum Rosskapelle, links die Höfe von Hinterer Geisberg, dann geht es schnurgerade durch den Wald aufwärts zur Landstraße L103 Steinach - Ettenheim, die wir überqueren. Auf dem Gegenhang steigen wir auf einem schmalen Pfad durch eine Windwurffläche steil bergauf bis zu einem Fahrweg, auf den wir nach links und sofort wieder nach rechts abbiegen. Durch den Wald kommen wir zur L101 nach Elzach, jenseits der Straße wandern wir hinter einem Bauernhof weiter bergauf hoch am Hang entlang.

 

Über eine Viehweide - Jungbullen grasen in gebührendem Abstand - kommen wir schließlich oberhalb der Lahrer Hütte (Schwarzwaldverein Lahr , nicht bewirtschaftet) vorbei. Ein letzter Anstieg auf einem eher steinigen Weg - wir haben den Buntsandstein verlassen und befinden uns im Gebiet des Porphyrs - erreichen wir eine Forstraße, auf der es nach rechts durch lichten Fichtenwald weiter geht. Eine letzte Weggabelung, das Schild weist nach links um nach Höhehäuser zu gelangen. Wir passieren einen Waldparkplatz mit einer Infotafel zum „Achatweg", einem geologischen Lehrpfad, der hier beginnt, dann sind wir auf der L101, auf der es nach rechts nur noch wenige Meter bis zum Gasthaus Zum Kreuz sind. Wir sind die einzigen Übernachtungsgäste.