Winterwanderung am Feldberg

In der Sonne auf dem Panoramaweg zum Stübenwasen und nach Todtnauberg

Wenn in den Tälern die Kälte sitzt und man durch den Nebel hindurch nur ahnt, dass auf den Schwarzwaldhöhen die Sonne scheint, ist es höchste Zeit zu einer Wanderung am Südhang des Feldbergs.

Die Fotos können auch als Flash-Show betrachtet werden.

Start: Feldberger Hof

Ziel: Todtnauberg, Rathaus

Weglänge: 9,4 km

GPS-Track

Der Gps-Track kann von der Karte geladen werden. Verschiedene Formate stehen zur Verfügung.

Tourenbeschreibung

Die Wanderung beginnt am Naturschutzzentrum "Haus der Natur" beim Feldberger Hof. Wir folgen der Markierung des Westwegs (rote Raute) in Richtung Todtnauer Hütte und haben bald den Trubel der Snowboarder und Sikfahrer hinter uns.

Der Weg zieht sich unterhalb des Seebucks durch den Südhang mit schönen Fernsichten auf die Berge des südlichen Schwarzwalds,

allen voran das Herzogehorn, dass mit seinen Wächtenhängen gleißend in der Sonne liegt, und der Belchen, der von hier aus wie ein Elefant wirkt. Am Horizont sind die Alpen zu sehen, im Mittelgrund die Bergzüge des Schweizer Juras.

Nach einer knappen dreiviertel Stunde ist das Berggasthaus Todtnauer Hütte erreicht, dessen unbestreitbarer Vorteil in seiner nach Süden gerichteteten Sonnenterrasse liegt. Mit der in den Berggasthäusern des Feldberggebietes inzwischen selbstverständlich gewordenen Selbstbedienung kommen wir klar, die Getränkeausgabe erfolgt zügig, ebenso die Anlieferung des bestellten Essens an die an der Theke angegebene Tischnummer - die sollte man sich vor der Bestellung  merken, sonst keine Anlieferung.

Nach ausgiebiger Rast in der Sonne - mit durchaus mitleidsvollem Blick in das im Nebel versunkene Wiesental, geht es weiter Richtung Stübenwasen, den wir nach einer weiteren dreivíertel Stunde erreichen.

Wir folgen auf dieser Strecke dem gebahnten Winterwanderweg, der parallel zur gespurten Langlaufloipe verläuft. Manchmal muss man zur Seite treten, wenn ein skatender Langläufer die ganze Breite des Wegs beansprucht. Allerdings sind unter der Woche die Fußgänger und Wanderer deutlich in der Überzahl, wie überhaupt eine Wanderung im Feldberggebiet zur Winterszeit nicht am Wochenende zu empfehlen ist,

da Wege und Einkehrmöglichkeiten jenseits der Kapazitätsgrenzen sind.

Kurz vor der Höhe des Stübenwasen sollte man das Augenmerk auf eine wunderschöne Sitzbank links vom Weg unter einer Fichte mit Blick ins Todtnauberger Tal richten. Wenn die Bank nicht besetzt ist, bitte nicht zögern und die Ruhe und Aussicht ausgiebig genießen. Sollte sie besetzt sein, helfen auch (vielleicht) Signale mit Mimik und Gestik an die Bankbesitzer. Glücklich der, der gerade dann eintrifft, wenn die Bank gerade  frei wird.

Nach einem weiteren Sonnenbad folgen wir noch ein kurzes Stück dem Westweg, um dann bei einem beeindruckend farbigen Kruzifix im Schatten einer Tanne nach links  abzubiegen. Ohne große Mühe wandern wir auf gebahntem Weg zum Ende des riesigen Weidfelds, wo am Waldrand rechts die nächste Sonnenbank wartet, hier vor allem windgeschützt.

Der Weg geht nun durch den Wald Richtung Radschert, den wir nach einer viertel Stunde erreichen. Wir treten aus dem Wald und haben vor uns den Luftkurort Todtnauberg mit seinen Ortsteilen, die sich diesseits und jenseits des Baches die Hänge hinaufziehen. Der hohe Anteil von Ferienhäusern und Gasthäusern - an dieser Stelle sei  dem "Haus Monika" in Todtnauberg gedankt, dass für etliche Sonnenbänke unterwegs als Stifter erwähnt wird - zeigt die Bedeutung des Tourismus für dieses Bergdorf, zum Verkauf stehende Pensionen oder Neueröffnungen unter "neuer Leitung" lassen einen allerdings ahnen, dass das Beherbungsgewerbe nicht gerade floriert.

Vorbei an einer Gruppe ächzender und stöhnender Jugendlicher, die mit Sack und Pack zu Fuß von der Bushaltestelle aufwärts zur Jugendherberge auf dem Radschert unterwegs ist, erreichen wir die Bushaltestelle unterhalb der Schule am Rathaus. Wir lassen uns nur kurz verwirren, als der SBG-Bus eintrifft, der vorne Todtnau und an der Seite Kirchzarten anzeigt; wir lernen, dass bei der SBG vorne das Ziel und an der Seite der Abfahrtsort angezeigt wird.

Wir waren insgesamt 4,5 Stunden unterwegs, einschließlich aller Sonnenpausen - die Strecke ist lediglich  9,4 km lang, was eine Durchschnittsgeschwindigkeit von  2,1 km/h ergibt. Das kann  man wirklich "Genusswandern" nennen.

 

 

 

Nützliche Hinweise und Informationen

Anreise:

mit dem PKW:

Der Feldberg liegt an der B 317 Titisee - Lörrach. Kostenpflichtiger Parkplatz beim Haus der Natur; Rückfahrt mit SBG Bus 7215 von Todtnauberg mit Umsteigen in Todtnau in den SBG Bus 7300 nach Titisee bis Feldberger Hof.

mit dem ÖPNV:

SBG-Bus 7300 von Titisee (Bahnanschluss Freiburg) oder von Zell im Wiesental,(S-Bahn S6 von Basel SBB) stündlich bis Haltestelle Feldberger Hof.

Rückfahrt ab Todtnauberg Rathaus SBG Bus 7215 nach Kirchzarten(Freiburg) oder nach Todtnau mit Anschluss nach Zell im Wiesental (SBB S-Bahn S6 nach Basel SBB), stündlich.

 

Einkehr und Verpflegung

 

Berggasthof  und Pension zur Todtnauer Hütte

Todtnauer Hüttenweg  2 79868 Feldberg im Schwarzwald
Tel. +49 7676 373, kein RT

 

Berggasthaus St.Wilhelmer Hütte

St. Wilhelmerhütte 79868 Feldberg

+49 7676 342  RT Mi, geöffnet 10-17 Uhr

Einkaufsgelegenheit für Unterwegsproviant im Schwarzwald-Laden am Feldberger Hof.

 

Bei Neuschnee ist der Weg nicht begehbar.