1848 - Revolutionäre im Südschwarzwald

Eine historische Wanderung auf den Spuren von Georg Herwegh

Februar 1848 - Europa stöhnt unter dem Joch der Restauration - Zensur, Bespitzelung, Knechtung der Bauern, willkürliche Verhaftung von "gefährlichen Elementen", Verweigerung von demokratischen Rechten - der Funke des Aufstandes entzündet sich in Paris - in wenigen Tagen ist der König davon gejagt, das Volk von übernimmt die Herrschaft. Unter ihnen deutsche Handwerksburschen, Akademiker, Offiziere und Soldaten, die vor der Reaktion in Deutschland sich nach Paris geflüchtet hatten.

Sie sammeln sich um den Dichter Georg Herwegh (1817 - 1875), der mit seiner Frau Emma ebenfalls vor der Verfolgung durch den preußischen König nach Paris geflohen war. Heftig wird diskutiert und beraten, wie man das revolutionäre Feuer in die Heimat tragen könne. Schließlich wird, gegen den Rat von Herwegh, aber mit Unterstützung der französischen Behörden - die ganz froh sind, wenn die deutschen Freischärler bald in ihre Heimat zurückkehren - die "Deutsche  Demokratische Legion" gegründet und in einem Manifest zum Aufstand im Deutchen Reich aufgerufen.

Kunde von großen Volksversammlungen in Baden lassen die Revolutio- näre hoffen, bald den badischen Aufständischen um Friedrich Hecker und Struve vor Ort Unterstützung zu bringen.

In einem großen Marsch verlassen die Angehörigen der "Deutschen Demokratischen Legion" Paris und machen sich auf den Weg nach Straßburg, wo sie auf ein Zeichen der badischen Revolutionsführer, vor allem Friedrich Hecker, zum Zusammenschluss warten.

Der Hilferuf lässt auf sich warten, die badischen Aufständischen haben kein Interesse, von ihren Gegnern als Handlanger der Franzosen diffamiert zu werden - zu frisch sind noch die Erfahrungen der Bevölkerung am Rhein mit der Besetzung durch die napoleonischen Truppen.

Nach mehrfachen, riskikoreichen Fahrten mitten durch die im Aufmarsch befindlichen nassauischen, badischen und württembergischen Truppen gelingt es der tapferen Emma Herwegh, am  22. April 1848 von Hecker wenigstens den Anschein eines Hilferufes zu erhalten.

Es kann losgehen.

In der Nacht zum Ostermontag, dem 24.April 1848, setzt Georg Herwegh mit 650 Mann (und einer Frau) bei Kembs (im Markgräflerland) über den Rhein.

 

Ausführliche Tourenbeschreibung bei:

Hartmut Hermanns: Auf den Spuren von Georg Herwegh. Ein historischer Wanderführer durch den Südschwarzwald.

3. komplett überarbeitete Auflage Köln 2011

Roland Reischl Verlag Köln  Broschüre A5, 5,95 €