Rund um den Nollen im Kleinen Wiesental

Eine aussichtsreiche Rundwanderung um den Nollen zwischen Sallneck und Tegernau im Kleinen Wiesental.Vom Wanderparkplatz am Weideschuppen oberhalb von Sallneck führt der Nollenrundweg (Markierung: gelbe Raute) hoch über dem Weitenauer Bergland an der Abbruchkante des Grundgebirgsschwarzwald nach Süden zu dem Weiler Eichholz. Von der Schutzhütte bietet sich ein fantastisches Alpenpanorama (vor allem im Herbst bei Inversionswetterlage). Der Wanderweg schwenkt nach Norden, unter uns das Tal der Kleinen Wiese, die unterhalb des Belchens entspringt. Zum Schluss durch Obstbäume hinweg freie Sicht zum Belchengipfel.

Die Fotos können auch als Flash-Show betrachtet werden.

Nollen Rundweg
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Hilfreiche Tipps und Informationen

Start/Ziel: Sallneck, Weideschuppen an der Straße Sallneck-Kirchausen

Weglänge: 6,5 km

Wanderzeit: 2 Stunden

Wegebeschaffenheit: Asphaltsträßchen und Waldwege

 

 

 

Kartenmaterial:Freizeitkarte Baden-Württemberg Nr. 508 Lörrach, 1:50.000, Landesvermesssungsamt Baden-Württemberg.

Anreise:

Mit dem Auto:

Sallneck liegt an der K 6309 Tegernau - Scheideck, Zufahrt über Tegernau (L 139 Schopfheim - Neuenweg) oder über Steinen - Endenburg - Sallneck); Parkmöglichkeit am Weideschuppen.

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln Bus: SüdbadenBus Nr. 7310 Schopfheim - Wies (Haltestelle Sallneck Abzweigung) bzw. Nr. 7305 Steinen - Endenburg (Haltestelle Kirchhausen).

 

Einkehr / Verpflegung:

Gasthof Hotel Hirschen, Wieser Straße 7, 79692 Sallneck, Tel.: +49 7629 249, Fax: +49 7629 274, E-Mail: info@gasthof-hotel-hirschen.de.

Landgasthof Fröhlicher Landmann, Hausmatt 3, 79585 Steinen (Kirchhausen), Tel.: +49 7629 388, Fax: +49 7629 1742, E-Mail: info@hotel-landmann.de.

Gasthaus Krone, Kohlgrube 3, 79585 Steinen (Lehnacker), Tel.: +49 7629 313. Ruhetag: Dienstag.

Sonstiges:

Bauerhausmuseum Schneiderhof, Schneiderhof in Kirchhausen, 79585 Steinen-Endenburg Tel.: +49 7629 1553 Fax: +49 7629 912747 Öffnungszeiten: Ostern bis November Sonn- und Feiertage von 13.00 bis 17.00 Uhr, Mi. und Sa. von 15.00 bis 17.00 Uhr.

Ausführliche Tourenbeschreibung
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Ausführliche Tourenbeschreibung

Panoramaweg nach Eichholz

 

Unsere Wanderung beginnt am Parkplatz neben dem Weideschuppen an der Passhöhe zwischen Sallneck und Lehnacker. Eine große Hinweistafel des Naturparks Südschwarzwald informiert vorbildlich über die Wanderwege, die von hier zu begehen sind – mit Kartenskizze. Wir nehmen den Weg , der halb rechts am Waldrand verläuft. Bald verlassen wir diesen Weg und treten geradeaus auf einem schmalen, wurzelreichen Pfad in den Wald, den wir nach wenigen Schritten etwas ruppig bergab wieder verlassen. Vor uns liegt der Kreuzsattel mit zwei Gehöften. Vor einer langen Reihe von Brennholzstapeln gehen wir nach links und treffen auf eine schmale Asphaltstraße, die den Sallnecker Ortsteil Ebigen mit dem Weiler Eichholz verbindet. Auf diesem Sträßchen gehen wir nach rechts auf den Sattel, links liegt ein Gehöft, dessen Eigentümer offensichtlich auch Künstler ist, betrachtet man die Skulpturen, die rings um den Hof verstreut aufgestellt sind. Vor dem Haus Kreuz 1 – auf einer Holzplatte kunstvoll markiert – wenden wir uns auf dem Sträßchen nach rechts. Es folgt nun eine schöne Panoramastrecke hoch über dem Abfall ins Weitenauer Bergland, das 200 m unter uns liegt. Anschaulich können wir den Übergang vom Grundgebirgsschwarzwald mit seinen weichen kuppigen Formen zum Vorland mit den Buntsandsteinbergen, die in ihren Oberflächenformen eher an Koffer oder Tafeln erinnern, erkennen. Wir genießen wie von einem Balkon die Aussicht, eine Reihe von Ruhebänken, die an den passenden Stellen stehen, erleichtern dieses Vorhaben. Mächtig erhebt sich die Kette des Schweizer Juras jenseits der Hügel des Dinkelbergs, darüber die Alpenkette mit Eiger, Mönch und Jungfrau und den anderen Eisbergen.

Wir folgen weiter dem Sträßchen abwärts durch einen Lärchen-Kiefernwald, an dessen Ende wir schon die Schutzhütte oberhalb von Eichholz sehen können. In einem weiten Bogen steuert die Straße das Ziel an, kurz vor der Hütte müssen wir an einer Straßengabel den linken Weg leicht bergauf nehmen. Die Schutzhütte, erbaut mit Zuschüssen des Naturparks Südschwarzwald, ist noch nicht völlig fertiggestellt , das könnte einmal ein guter Rastplatz werden. Unter uns sehen wir die Häuser von Eichholz, das auf einer großen Rodungsinsel über den Hang ausgebreitet liegt.

 

Durch den Krandelwald nach Norden

 

Im Ort wenden wir uns nach links und folgen einem Sträßchen am Hang entlang mit herrlichen Ausblicken auf die Hohe Möhr und die Berge um Gresgen, auf der anderen Seite der beiden Wiesentäler. Ganz am Horizont können wir den Hotzenwald erkennen. An einem einzelstehenden Haus, dem Krandelhaus, heute als Wochenendhaus von Städtern genutzt, endet die Asphaltstrecke, ein Waldweg nimmt uns auf. Vorbei an einer mächtigen Kammfichte wandern wir leicht bergauf, kommen später in einen lichten Buchenwald mit prächtigen Exemplaren dieser Baumart. Der Waldweg wird zu einem Pfad, der nun steil bergauf auf die Höhe zu einer Lichtung strebt, die wir schon auf dem Hinweg von der anderen Seite gesehen hatten. Ein einsamer Kirschbaum belebt die Wiese, leider schon abgeerntet. Auf einer Ruhebank machen wir eine kleine Pause und schauen auf die auf dem Gegenhang liegenden Häuser von Gresgen, evangelischer Vorposten in einem katholisch-habsburgischen Gebiet.Wir wandern weiter, zunächst am Waldrand entlang, dann im Wald ansteigend auf einem festen Forstweg . Rechts fällt der Hang steil ins Tal der Kleinen Wiese, Waldbewirtschaftung ist an solchen Hängen nur mit Seilwinden möglich. An einem Bienenhaus des Imkervereins Kleines Wiesental vorbei erreichen wir eine Bergnase, an der unser Weg in einer scharfen Kurve nach links um den Berg herum führt. Links treten nun grobe Granitblöcke am Wegrand zutage, wir befinden uns im Gebiet des Malsburger Granitstocks, der unterhalb von Sallneck in einem großen Steinbruch abgebaut und zu Schotter verarbeitet wird – die vielen Schwarzwaldwege verlangen eine Menge Nachschub -. Den Steinbruch können wir bald sehen und auch hören.

 

Den Belchen im Blick zurück zum Ausgangspunkt

 

Nach einem heftigen Abstieg trifft unser Wanderweg auf eine Kreuzung, an der wir nach links schwenken und leicht aufwärts weitergehen. Rechts hat nun dank der Wirkung der Stürme der Wald eine große Lücke, so dass wir ungehindert auf den Ort Sallneck und das Bergland im Nordwesten haben. Schön erkennen wir den bewaldeten Köhlgarten, einen der wenig bekannten Schwarzwaldberge mit immerhin noch 1224 m Höhe, rechts davon den charakteristischen Buckel des Belchens. Im Westen versperrt die Bergkette mit Hohwildsberg und Hohe Stückbäume die Aussicht auf die Vogesen und das Rheintal. Nach wenigen Metern nehmen wir an einer Wegegabel den nach rechts leicht abwärts führenden Waldweg, der uns dann leicht ansteigend in weitem Bogen durch den Wald wieder auf den Kreuzsattel zurückführt. In Sichtweite des Gehöftes biegen wir an einem Holzplatz, an dem Brennholz zum Trocknen vorbereitet wird, nach rechts und überqueren auf einem nassen Weg die Wiese auf die andere Seite des Tälchens, wo wir auf die Straße von Ebigen stoßen, auf der wir wenige Meter nach links gehen. Hier stoßen wir auf den Weg , auf dem wir schon zu Beginn unserer Rundwanderung gelaufen sind. Die letzten 400 Meter bis zum Parkplatz sind ein Kinderspiel. Leicht erstaunt darüber, dass die Wanderung schon zu Ende ist, kehren wir in den Alltag zurück.