Wandern auf dem Hotzenwaldquerweg 2.Etappe Herrischried - Waldshut

Überblick

Über eine gewellte Hochfläche mit weiten Weidfeldern und eingestreuten Baumgruppen wandern wir zum Oberlauf der Murg, erklimmen die Gugel und genießen bei entsprechendem Wetter die Aussicht weit in alle Himmelsrichtungen bis zu den Alpen: in Görwihl mit seinem interessanten Heimatmuseum zur Geschichte des Hotzenwaldes lohnt sich eine Rast im Gasthof Adler, in dem zu Zeiten der habsburgischen Herrschaft die Einungsmeister ihren Redmann (Vorsitzenden) wählten. Anschließend durchqueren wir auf schmalen Pfaden das tiefeingeschnittene Albtal. In Unteralpfen treffen wir an der Mühle im Ortsteil Whyl auf Erinnerungen an die aufrührerischen Salpeterer und ihren Widerpart, den Müller Tröndle. Über offenes Weide - und Ackerland mit zahlreichen Obsthainen- wir haben wieder den Buntsandstein und den Muschelkalk erreicht - gelangen wir über das 'Schloss', das kein Schloss ist, schließlich nach Waldshut - der 'Hüterin des Waldes' - am Hochufer des Rheines.

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Start/Ziel: Herrischried / Waldshut

Wanderzeit: 6 - 7 Stunden

Wegelänge:  23 km

Wegebeschaffenheit:  überwiegend befestigte Feld- und Waldwege, z.T. asphaltiert


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Nützliche Informationen und Hinweise

Auf den Webseiten von Herrischried und Waldshut-Tiengen 

 

Kartenmaterial: 

Freizeitkarte Nr. 508 Lörrach und Nr. 509 Waldshut-Tiengen 1:50.000, Landesvermessungsamt Baden-Württemberg.

Anreise:

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

Mit der deutschen Bahn auf der Strecke 730 Basel - Waldshut - Singen bis Bad Säckingen, dort weiter mit Bus 7328 über Rickenbach nach Herrischried (Rathaus). Rückfahrt: Waldshut ist Haltepunkt der Strecke 730 Basel- Waldshut - Singen

Mit dem PKW:

A 98 Ausfahrt Rheinfelden, weiter auf B 34 bis Bad Säckingen, links ab in L152 Richtung Todtmoos, N Hogschür links in K 6535 nach Herrischried Rückfahrt: B 34 nach Rheinfelden über Bad Säckingen;

Unterkunft:

Waldshut-Tiengen bietet zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten, siehe auf der städtische Webseite unter Tourist-Info die Rubrik Unterkünfte.

Einkehr / Verpflegung:

Gugelstüble, Vesperstube des Schwarzwaldvereins Herrischried, am Gugelturm, 79737 Herrischried-Giersbach, Tel.: +49 173 4648091,täglich von Ostern bis November von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Gasthaus Zum Engel, Engelschwand 87, 79733 Görwihl-Engelschwand, Tel.: +49 7754 7257, dienstags Ruhetag, ansonsten geöffnet von 11 bis 14 Uhr und ab 17 Uhr.

 

Landgasthof Eichrüttehof, Familie Gerspacher, Hartschwand 1, 79733 Görwihl-Hartschwand, Tel.:+49 7754 1262, RT Mo, Übernachtungsmöglichkeit im Matratzenlager. emal:mail@eichruettehof.de

 

Gasthaus zum Adler, Marktplatz 7, 79733 Görwihl, Tel.: +49 7754 216, mittwochs Ruhetag.

Gasthaus Ochsen, Gemeindestraße 46, 79671 Waldshut-Eschbach, Tel..: +49 7751 3472 oder 917965, donnerstags Ruhetag.

Für die Verpflegung gibt es u.a. in Görwihl zahlreiche Geschäfte. Sonstiges:

Heimatmuseum Görwihl zur Geschichte der Bevölkerung des Hotzenwaldes, Marktplatz 9, 79733 Görwihl, Tel..: +49 7754 1360 (Herr Eisenbeiß), geöffnet von Ostermontag bis Martini-Samstag (im November) sonn- und feiertags von 14 bis 16 Uhr. Gruppenführungen sind während des ganzen Jahres nach Vereinbarung möglich: Tel. +49 7754 1360 (Herr Eisenbeis), 203 (Herr Feige) oder 871 (Herr Götz).

Sicherheitshinweise:
Sofern Witterung und Schneeverhältnisse es zulassen, ist diese Wanderung auch im Winter möglich.

Ausführliche Tourenbeschreibung

Zum zweiten Frühstück auf die Gugel

 

Beim ersten Frühstück in unserem Gasthof zeigt sich der Himmel wolkenverhangen und grau, leichter Regen lässt uns den Abmarsch zunächst verschieben. Mit einer Stunde Zeitverzögerung brechen wir auf, noch vollständig auf Regenschauer eingerichtet, obwohl sich schon im Westen blauer Himmel zeigt.

Direkt gegenüber unserer Herberge nehmen wir den Weg Richtung Giersbach bergauf, mal wieder auf Asphalt. Am Waldrand verlassen wir das Teersträßchen nach links in den Wald, wandern auf einem weichen Weg hinunter zum Giersbacher Moor, wo wir auf den Murgtalpfad treffen ( Markierung gelbe Raute). Wir überqueren auf einem Granitbrocken einen wasserreichen Seitenbach der Murg und wandern auf wanderfreundlichem Feldweg Richtung Giersbach.

 

Nachdem wir die Murg überquert haben, treffen wir in Giersbach auf die L151 und wenden uns im Ort nach links auf ein schmales Teersträßchen, das uns aufwärts zur Gugel führt. Es ist angenehm zu wissen, dass dieser Weg zugleich ein Kreuzweg ist, der in 12 Stationen auf die Gugel führt. Wenn unterwegs an der 7. Station zu lesen ist: „Es ist vollbracht", so lässt uns das auf ein baldiges Ende des Aufstiegs hoffen.

Auf der Anhöhe angelangt treffen wir gemeinsam mit Rentnern des Schwarzwaldvereins Ortsgruppe Herrischried ein, die ehrenamtlich auf dem Gipfel das Vesperstüble betreuen. Es ist schon eine Leistung, von Ostern bis in den November täglich auf dem Gipfel präsent zu sein, Kaffee und selbst gebackenen Kuchen zu verkaufen und den Zugang zum Aussichtsturm zu verwalten. Wir erfahren, dass es englische Pioniere waren, die sozusagen als Trainingsaufgabe den heutigen Aussichtsturm auf der Gugel errichteten , ein Beispiel für den sinnvollen Einsatz militärischer Kräfte fürwahr.

Wir lassen uns den Kaffee munden, plaudern mit den anwesenden rüstigen Senioren , die uns natürlich über unsere Wanderpläne ausfragen.

 

Kein Gebirge, sondern eine Hochfläche

 

Der Abstieg nach Engelschwand ist direkt, am Waldrand treffen wir auf eine Asphaltstraße, die wir bei den ersten Häusern nach rechts verlassen, um auf einer weiteren Asphaltstraße in Richtung Giersbach zu wandern. Unterwegs werden wir von holländischen Radfahren überholt, die hier oben im Hotzenwald ein ideales Revier für ihren Sport vorfinden: Welliges Land, keine großen Höhenunterschiede, gut ausgebaute, verkehrsarme Teerstraßen, eine gute touristische Infrastruktur. Wir verlassen das Teersträßchen auf dem Talgrund nach links in einen Wiesenweg, der uns zum Gegenhang leitet, wo wir wieder auf ein Teersträßchen treffen, auf dem wir durch Vorder-Engelschwand hindurch zur K6532 wandern.

Unser Blick schweift über den Ort, in dem sich die Bauernhöfe auf halber Höhe zwischen Bach und Wald aneinander reihen. Das Gelände ist geprägt von weiten Wiesenhängen, die sich sanft zu den mit Wald bedeckten Anhöhen erstrecken. Vieh grast und bereitet sich auf die Verwendung als Schnitzel vom Hotzenwälder Weiderind vor.

Wir folgen der Landstraße nach rechts, treten in den Wald ein, wo wir einen wanderfreundlichen Parallelweg zur Straße finden. Auf diesem gelangen wir zum Wanderparkplatz Strittmatt Wenni.

Vor uns breitet sich ein atemberaubendes Panorama mit Schweizer Jura und Alpen aus. Davor die behäbig hingelagerten Höfe des Dorfes Strittmatt.

Kein Gebirge, nur Hochfläche. Berge nennt man im Hotzenwald die Hochflächen zwischen den nach Süden gerichteten, tief eingeschnittenen Tälern von Wehra, Murg, Alb, Steina und Mettma. Bei der Durchquerung der Albschlucht hinter Görwihl werden wir uns daran erinnern.

Zunächst aber führt uns der Weg nach links in den Wald. Dort biegen wir beim Igelacker nach rechts ab und folgen dem Weg am Waldrand entlang zu einem mächtigen Aussiedlerhof. Wir lassen den Bauernhof rechts liegen und wandern weiter auf einem Teerweg am Waldrand entlang. Zwischen den Bäumen sind riesige Stapel von Brennholz - vor allem Buche - zum Trocknen aufgeschichtet. Uns wird klar, dass wir uns auf unserer Wanderung häufig in Wirklichkeit in einem Produktionsbetrieb bewegen, sei es in Form von Äckern und Wiesen oder von Waldbewirtschaftung. Entsprechend ist die Infrastruktur angelegt.

 

Auf Weltreise: Die Tannen aus dem Hotzenwald

 

Bald treffen wir auf die K6531 von Strittmatt nach Hartschwand. Wir überqueren die Straße und finden die Fortsetzung des Weges im gegenüberliegenden Wald. Leicht abwärts führt der Weg durch Buchen- und Eichenwald, durchquert ein Tälchen und trifft im Gegenhang auf den mächtigen Neubau eines Offenstalls. Beim Stall geht links ein Waldweg ab, der ins Tal auf die K 6450 führt, auf dieser links das Tal aufwärts zum Landgasthof Eichrüttehof.

Vom Offenstall verläuft der Weg auf einem breiten Forstweg, rechts und links gesäumt von riesigen Stapeln von Stammholz, die hier auf ihren Abtransport in die Sägewerke der Welt warten - bis nach Japan und Amerika geht die Reise der Tannen aus dem Hotzenwald.

Unsere Forststraße endet an der K6530 .Wir befinden uns auf dem Wanderparkplatz Sägmoos mit Schutzhütte, Grillstelle und Informationstafel zu einem natur- und vogelkundlichen Lehrpfad. Vorbei an diesem gastlichen Ort wandern wir weiter im Wald geradeaus, bis wir am Waldrand angelangt auf eine Asphaltstraße treffen, die zu dem „Heil- und Erziehungsheim Sonnenhalde" führt. An diesem vorüber laufen wir auf Görwihl zu, überqueren bei dem Cafe und Restaurant Siebold (Ruhetag Di) die L153 und nehmen die Albert-Schweitzer-Straße bergauf, die uns in die Ortsmitte von Görwihl leitet. Bei einem goldenen Kruzifix gehen wir die Schmiedgasse geradeaus steil bergab bis zur Hauptstraße, der wir rechts zum Marktplatz folgen.

Erstaunt ob der Fülle von Einzelhandelsgeschäften und Dienstleistungsfirmen erkennen wir, dass Görwihl nicht nur eine weithin sichtbare Kirche besitzt, sondern auch für die umliegenden Dörfer zentrale Funktionen wahrnimmt.

Am Marktplatz suchen wir das Gasthaus Adler auf, das schon von weitem mit einem mächtigen kaiserlichen Adlerwappen an der Hauswand auf sich aufmerksam macht. Wir erfahren , dass im Garten dieses Gasthauses jährlich die Einungsmeister der Hotzenwälder Einungen zusammengetroffen sind, um ihren Redmann (ihren Vorsitzenden) zu wählen, der ihre Interessen gegenüber dem habsburgischen Waldvogt in Waldshut wahrnehmen sollte.

Der Salpeterer-Keller im Adler entpuppt sich allerdings als Bier- und Schnapsbar, die zu fortgeschrittener Stunde gerne von den trinkfesten Bewohnern - vermutlich meistens männlich - aufgesucht wird. Der Wirt kann stolz seine Gaststube mit Erinnerungsfotos von Besuchen aller wichtigen Persönlichkeiten des Landes schmücken - nur Bundeskanzlerin Merkel war noch nicht im Adler, kommt aber dieses Jahr, wie Herr Störk uns versichert.

 

Von Görwihl durch die Albschlucht nach Unteralpfen

 

Unser Wanderweg verlässt Görwihl an der Kirche und dem Friedhof vorbei nach Osten. Auf einem asphaltierten Feldweg bewegen wir uns durch Wiesen leicht bergab, am Waldrand biegt der Weg nach links steil ab. Der Asphaltbelag endet , wir überqueren einen von rechts kommenden Waldweg und lenken unsere Schritte auf einen schmalen Waldpfad, der uns steil nach unten in die Albschlucht führt. Bald hören wir das Rauschen des Flusses.

Wir treffen auf den Albhaldenweg, einen Wanderweg, der von Albbruck das Tal hinauf nach St.Blasien geht. Auf diesen Weg schwenken wir nach rechts ein und finden nach kurzem und steilem Abstieg den Albsteg, der hier die Alb überbrückt. Gurgelnd und brausend strebt unter uns das bräunliche Wasser der Alb nach Süden, Baumstämme liegen halb im Wasser, mächtige Felsbrocken stemmen sich dem Wasserlauf entgegen.

Wir steigen auf dem Gegenhang steil bergauf bis zur L154, die an dieser Stelle hoch über dem Flussbett von St.Blasien nach Albbruck verläuft, eine beliebte Rennstrecke für sonntägliche Motorradausflüge. Wir queren die Landstraße und steigen weiter auf einem nun stark von Traktorenspuren zerstörten Waldweg aufwärts. Bei einem Kruzifix im Wald haben wir die Höhe erreicht, treten auf eine offene Ackerfläche, an deren Rand der Weg entlang führt. Beim Punkt Schafäcker biegen wir nach links in einen Feldweg ein, der quer über den Maisacker zum Waldrand führt. Dort geht es nach rechts, kurz darauf wieder nach links in einen Waldweg, auf dem wir nach 2 km den Ort Unteralpfen erreichen.

Die Steine am Wegrand zeigen uns, dass wir auf Sandstein wandern. Wir haben den Grundgebirgs-Schwarzwald verlassen und sind wieder in einer offenen Landschaft mit Äckern, Wiesen und Obsthainen angekommen, die wir schon bei Hasel im Dinkelberg angetroffen hatten.

 

Salpeterer, Elektrizität und Atomkraft

 

Im Ortsteil Wyhl von Unteralpfen begegnen wir an der Tröndle-Mühle, einem mächtigen Steinbau mit Staffelgiebel von 1540, der „Revolutionsgeschichte" des Hotzenwaldes.

Hier trafen sich die Einungsmeister der Hotzenwälder Einungen beim Müller Tröndle, um zu beratschlagen, wie sie sich gegen die Versuche des Klosters Sankt Blasien, ihre alten Freiheitsrechte zu beschneiden, verteidigen könnten. Die Bauern der Einungen ließen es nicht bei Beschwerdebriefen an den Waldvogt in Waldshut und an die Kaiserin Maria Theresia in Wien bewenden, 1768 brannten sie das Kloster St. Blasien nieder.

Der Müller Josef Tröndle, an dessen Mühle wir stehen, gehörte zu den sogenannten „Ruhigen", die zum Gehorsam aufriefen. Bei einem militärischen Zusammentreffen von habsburgischen Truppen und aufständischen Bauern auf dem Dogerner Feld wurden die „Unruhigen" geschlagen.

Nachdenklich geworden über dieses Stück deutscher Geschichte nehmen wir den Feldweg gegenüber der Mühle bergauf unter die Füße, laufen oberhalb des Ortes in Richtung des riesigen Aussiedlerhofes „Kaiserhof", den wir rechts passieren.

Der geteerte Feldweg führt auf die Anhöhe hinauf, von der sich ein weiter Blick auf das Rheintal und den im Hintergrund aufragenden Schweizer Jura öffnet.

Eine weiße Wasserdampfsäule erhebt sich über dem Atomkraftwerk Leibstadt auf dem Schweizer Rheinufer und macht uns darauf aufmerksam, dass wir uns hier in einer von Energiegewinnung geprägten Region befinden. Die Schweizer betreiben direkt an der Grenze ihr Atomkraftwerk, die Deutschen ihre Wasserkraftwerke. Mächtige Hochspannungsleitungen durchqueren die Landschaft und zeugen von der Bedeutung der Stromgewinnung für die Region.

 

Vom "Faisten Herrgott" über ein merkwürdiges Schloss nach Waldshut

 

Am Punkt Bergaus nehmen wir den linken Teerweg, rechts geht es bergab nach Kuchelbach und Dogern. Durch den Wald erreichen wir den „Faisten Herrgott", ein Kruzifix von 1699. Wir können allerdings nicht erkennen, dass der dargestellte Herrgott „faist", d.h. fett gewesen ist. Er sieht eher etwas schmächtig aus.

Nach der Herrgottsstatue verlässt unser Wanderweg endlich den Teer und strebt auf einem steilen Pfad durch Buchenwald talabwärts nach Eschbach, der letzten Ortschaft vor dem Ziel Waldshut. Steil geht es später auf einem Sträßchen bergab, die Gelenke und Muskeln signalisieren Notstand.

Da kommt uns im Ort das Gasthaus Ochsen (Ruhetag Do) wie gerufen. Eine Ruhepause bei einem erfrischenden Getränk ist angesagt, bevor wir der Asphaltstraße durch den Ort hinauf zur B500 folgen um zum „Wasserschloss" zu gelangen. Die Straße führt unter der Bundesstraße hindurch, die hier als vierspurige Schnellstraße angelegt ist.

Auf der Höhe befindet sich ein riesiger Wanderparkplatz, Bänke laden zum Verweilen ein, die Aussicht auf das Rheintal und die Schweizer Berge ist grandios, nur das „Schloss" suchen wir vergeblich. Stattdessen ein mächtiger Rundbau aus roten Klinkern, das "Wasserschloss" zur Druckentlastung des im Untergrund verlaufenden Wasserstollens der Schluchseewerke. Eine Fehlermeldung an das Landesvermessungsamt ist fällig, das an dieser Stelle auf der Landkarte "Schloss" vermerkt.

Am Rand des Parkplatzes informiert ein kleines Schild, dass wir den vierten Feldweg nach rechts nehmen müssen. Tatsächlich ist es der dritte, der uns von dem Teersträßchen steil über eine Wiese zum Waldrand leitet.

Der Abstieg nach Waldshut hat begonnen. Ein schmaler Steig führt bergab durch einen Wald mit beeindruckenden mächtigen Buchen, an entwurzelten Bäumen vorbei bis zu einer Wegkreuzung, bei der wir in den Panoramaweg nach links einbiegen. Auf breitem Waldweg, schon in Begleitung von Spaziergängern, Joggern und Walkern, nähern wir uns der Stadt, die sich tief unter uns am Hochufer des Rheins erstreckt.

Oberhalb eines Wasserbehälters verlassen wir den Panoramaweg und steigen nach rechts ab. An prächtigen Einfamilienhäusern vorbei stoßen wir auf den Pfarrer-Kistner-Weg, dem wir in Serpentinen abwärts bis zur Eisenbahn folgen. Diese unterqueren wir in einer Unterführung und befinden uns bald am Basler Tor der alten Waldstadt Waldshut, ehemals Amtssitz des habsburgischen Waldvogtes. Durch das Tor hindurch gelangen wir auf die breite Hauptstraße mit ihren prächtigen Bürgerhäusern, Fassadenbemalungen und Giebeln.

Am Ende der Hauptstraße leitet uns das Obere Tor wieder aus der Altstadt hinaus zum Bahnhof, bei dem unsere Wanderung endet.

 

Müde, voller Eindrücke und Bilder von so unterschiedlichen Landschaften und Menschen, die wir kennen gelernt haben, machen wir uns auf den Heimweg. Die Langsamkeit des Gehens lässt uns den Dingen und Menschen näher kommen